Gipfel der Bildung_32_Jungwirth

Shownotes

EIGENTLICH, SAGT Helmut Jungwirth, ist er gar nicht für den Humor zuständig. Er sei schließlich Wissenschaftler. "Ich kann auch ganz schlecht Witze erzählen. Also unterlasse ich das." Vielleicht ist ja genau das das Erfolgsgeheimnis von "Science Busters", dem Wissenschaftskabarett aus Österreich, das als "Kelly Family der Naturwissenschaften" seit vielen Jahren die Theater füllt, inklusive TV-Show, Radioeinlagen und Podcast. Jungwirth und seine Wissenschaftlerkollegen lassen sich vom Kabarettisten Martin Puntigam befragen, es gibt Experimente, Musik und Effekte. Immer mit dabei: Jungwirths Hund Woody.

Jungwirth ist Molekularbiologe und wurde 2016 Österreichs erster Professor für Wissenschaftskommunikation an der Universität Graz. In einem neuen "Gipfel der Bildung" reden Patrick Honecker und Jan-Martin Wiarda mit ihm über Humor als trojanisches Pferd, den Kampf gegen Verschwörungstheoretiker und die "Tyrannei der Seriosität", unter der, so Jungwirth, die Wissenschaft leide: der Glaube, Forschungsergebnisse würden nur ernst genommen, wenn sie auch ernst kommuniziert würden, "aber das ist de facto nicht so". Die Wissenschaftskommunikation sei "sehr lang zu ruhig gewesen".

Es gehe ihm nicht darum, das Publikum schlauer zu machen, sagt er, sondern darum, dass die Leute rausgingen und sagten: "Ich hab mich amüsiert, ich habe mich unterhalten und ich habe was dazugelernt, was ich vielleicht vorher nicht gewusst habe."

Wie weit darf man dabei gehen? Jungwirth erzählt von einer Science-Busters-Nummer über Glutenunverträglichkeit und die Frage: "Ist der Leib Christi glutenfrei?" Grenzwertig, räumt er ein, aber genau deshalb habe er das Thema aus Sicht von Liturgie, Recht, Medizin und Mikrobiologie betrachtet. Es brauche Fingerspitzengefühl, sagt Jungwirth, aber eben auch Mut zur Zuspitzung.

Er sei eigentlich nur durch Zufall zum Kabarett gekommen, sagt Jungwirth. Aber seitdem kann er nicht mehr aufhören. Und mischt auch auf seinem Instagram-Account "@letsdogabout.science" fleißig Posts über neueste wissenschaftliche Studien mit Clips aus Fernsehshows und den "Science Facts des Tages". Zum Beispiel: "Warum denken Menschen, sie hätten Recht, auch wenn sie sich irren?"

Und manchmal hilft die Bühne auch gegen die eigene Eitelkeit. Als er einmal mit Hund Woody über den Grazer Campus ging, erzählt Jungwirth im Gespräch mit Honecker und Wiarda, hätten Studierende ihm von einem Balkon etwas zugerufen. Jungwirth dachte, sie hätten ihn aus dem Fernsehen erkannt, und war ein bisschen stolz auf sich. Bis klar wurde: Gemeint war nicht er, sondern Woody.

Ein Podcast über Bühnenmut, Bauchgefühl und die Frage, wie viel Leichtigkeit Wissenschaft verträgt. JMW.

Transkript anzeigen

00:00:03:

00:00:24: Herzlich willkommen zu einem neuen Gipfel der Bildung.

00:00:26: Mein Name ist Martin Viada

00:00:28: und ich bin Patrik Kronika.

00:00:30: Wenn Wissenschaft kommuniziert wird, geht es häufig um Vertrauen Und Vertrauen entsteht ja nicht nur durch Fakten sondern auch durch Personen- und Beziehungen.

00:00:39: Trotzdem scheint Humor in der Wissenschaftskommunikation bis heute ein Risiko zu sein.

00:00:45: Wer Witze macht?

00:00:46: Könnte ja den Eindruck erwecken, die Sache nicht ernst genug zu nehmen oder Patrick?

00:00:51: Ja gleichzeitig wissen wir aus vielen verschiedenen erfolgreichen Formaten.

00:00:55: Wissenschaft kann sehr wohl unterhaltsam sein ohne unseriös zu werden.

00:00:59: also beispielsweise ScienceLens, Wissenschaftspotcasts, YouTube-Formate, Liveexperimente, Kapparat... All das funktioniert nicht trotz sondern oft gerade wegen einer gewissen Leichtigkeit.

00:01:09: Nur, dass diese Leichtigkeit oft das Schwierige daran ist.

00:01:13: Die eigentliche Frage lautet also vielleicht nicht da Wissenschaft lustig sein sondern wann hilft Humor wissenschaft besser zu verstehen und wann lenkt er nur ab?

00:01:23: Genau!

00:01:23: Und darüber sprechen wir heute mit jemandem der beides kennt Das Labor und die Bühne Molekularbiologie und Kabarettforschung und Publikum.

00:01:32: Helmut Jungwirt ist als Molekulabiologe Professor für Wissenschaftskommunikation an der Universität Graz, außerdem ist er Teil des Sciencebusters einer österreichischen Wissenschaftskadaritzvereinigung die zeigt dass man bei Wissenschaft sehr wohl lachen kann ohne sie lächerlich zu machen.

00:01:46: herzlich willkommen!

00:01:48: Hallo

00:01:49: Herr Jungwürtt Sie kommen ja wir haben es gerade gehört ursprünglich aus der Molekula Biologie Heute aber sind sie Professor für Wissenschaftskommunikation, Sie stehen als Science-Buster auf der Bühne.

00:02:01: Das ist ja schon ein interessanter Weg.

00:02:03: wenn Sie jemanden, der Sie noch nicht kennt kurz erklären könnten wie man von der Molekularbiologie zum Science-busting kommt.

00:02:10: Wie würden Sie das tun?

00:02:11: Das ist ein verdammt schweres Wort, Molekularbiologie.

00:02:14: Darum

00:02:14: spreche ich es auch extra langsam und ganz gefühlvoll aus.

00:02:18: Perfekt!

00:02:19: Also ich bin eigentlich durch Zufall dazugekommen.

00:02:22: Ich sage immer, ich bin ein gelernter molekularer Mikrobiologe und habe eigentlich den normalen wissenschaftlichen Weg begangen.

00:02:33: Ich hab meine Dissertation gemacht und nach der Disservation bin ich an die Uni Tübingan gegangen.

00:02:38: Es war eine wunderschöne Zeit Und dann wollte ich aber nicht mehr zurück nach Graz.

00:02:42: und da haben wir gedacht, ich gehe nach Wien an die Met-Uni in Wien.

00:02:46: Dort gibt es das Vienna Open Lab.

00:02:49: Das ist das erste österreichische Mitmachlabor für Schülerinnen und Schüler.

00:02:55: Mein damaliger Chef an der Met-Univers Vorstand dieses Labor und so habe ich dort mitarbeiten dürfen.

00:03:03: Nach meiner Zeit in Wien habe ich mir gedacht, die möchte wieder zurück an die Uni Graz, dort habilitieren.

00:03:08: Das war auch im Jahr two-tausend neun und hab dann mit dem Rector der Uni GraZ gesprochen und er hat zu mir gesagt, weißt was?

00:03:18: Wir machen so ein Labor auch an der Uni GraZ und es wäre super wenn du das machst!

00:03:23: Und dann habe ich gesagt, perfekt, das mache ich.

00:03:25: und so bin ich eigentlich in die Wissenschaftskommunikation gerutscht mit mehr oder weniger null Vorahnung.

00:03:33: Und prägend, für mich war dann eben im Jahr zweitausendfünfzehn als mich dann Martin Buntigam im Frühjahr zweitaudendfünftzehn kontaktiert hat und gefragt hat, er möchte sich einmal mit mir treffen.

00:03:45: Und Martin BUNTIGAM ist ja quasi der Kopf des Science-Busters, der MC, der Kabarettist.

00:03:52: Wir haben uns getroffen und wir haben uns so gut verstanden bei Käse und Bier, sodass der Martin gesagt hat Weißt du was?

00:04:00: Du machst einmal im November, so einen fünfminütigen Auftritt mit uns.

00:04:07: Da waren es genau in Graz und da hat er gesagt, du brauchst nicht weit gehen!

00:04:13: So hat das eigentlich gestartet.

00:04:16: Es klingt ein bisschen so als ob Sie da wirklich reingerutscht wären Herr Jungwirt.

00:04:20: aber muss man auch nicht so einen gewissen Faible... zum Humor, zum Witzemachen.

00:04:27: Zum die Dinge nicht ganz so ernst nehmen haben, sonst rutscht man da doch nicht rein oder?

00:04:31: Haben Sie gerne schon in der Schule Witze erzählt?

00:04:33: Nein

00:04:34: eigentlich nicht!

00:04:35: Ich kann auch ganz schlecht Witze erzählen.

00:04:38: also ich unterlauste es aber... Bei den Seilenspaß, das ist eigentlich so dass wir eine ganz klare Rollenverteilung haben.

00:04:46: Das heißt für den Humor ist ja eigentlich nicht der Wissenschaftler oder die Wissenschaftlerin zuständig.

00:04:53: Deshalb haben wir einen MC also einen Zeremonienmeister der seines Zeichnes dreißig Jahre Kabarett Erfahrung hat und deshalb haben wir auf dieser Hühne Die wird zu dritt betreten Rollenverteilung, wo jeder weiß was er macht.

00:05:11: Und der Martin hat halt den Vorteil dass wenn einem Hautengern rosa Trikot auf der Bühne steht das mal alle lachen.

00:05:20: das heißt da ist Schau mal, der erste Schritt getan und was wir nachmachen ist... Wir haben natürlich ein Skript.

00:05:27: Das heißt wie gehen da nicht unvorbereitet hin?

00:05:29: Das heißt wir wissen welche Witze kommen!

00:05:33: Wir können uns darauf vorbereiten und eigentlich ist unsere Arbeit als Wissenschaftler-Wissenschaftlerin hier nur auf diese Witze mit Expertise zu kontern.

00:05:44: Also erstmal ausgesprochen sympathisch, dass sie keine Witze erzählen können und was richtig möglich ist.

00:05:49: Das ist der Tod jeder Veranstaltung.

00:05:51: wenn einer anfängt Witze zu erzählen das gräßt mich ja.

00:05:53: aber dann

00:05:54: habe ich noch eine andere

00:05:55: Frage.

00:05:55: Sie waren hier dann im Tübingen.

00:05:57: wie man in Österreich ja manchmal so schön sagt die Piefkis das sind ja wir.

00:06:01: und gibt es eigentlich Unterschiede jetzt weil sie Wissenschafts-Humor oder Wissenschaftskommunikationshumor in Österreich machen, so der Mentalität dieser beiden Völker die wir da haben Österreicher und der Deutschen ist es leichter in Österreich lustig zu sein?

00:06:18: Naja ich muss jetzt aufpassen weil meine Frau ist deutscher.

00:06:23: Aber ein bisschen Publikumsbüschung ist in Ordnung ja Junge!

00:06:26: Okay okay na na das ist was ganz interessantes ist.

00:06:31: eigentlich geht's ja weniger um den Humor.

00:06:35: Humor haben Österreicher und Österreicherinnen und Deutsche, aber eine unterschiedliche Art von Humor.

00:06:41: Aber was ganz interessant ist diese Intonation die wir Österreichern sehr oft nicht verstehen das heißt wir empfinden ja sehr oft deutsche als unfreundlich obwohl sie gar nicht unfreindlich sind weil Wenn wir zum Beispiel irgendwo was bestellen, dann sagen wir nicht Wir hätten das gern.

00:07:01: Sondern wir singen.

00:07:02: wäre das vielleicht möglich wenn wir einen Kaffee mit Milch bekommen?

00:07:08: und es war ganz interessant wie das erste Mal mit meiner Schwiegermutter in einem Wiener Café-Haus war.

00:07:14: Die hat es streng bestellt und ich habe gesagt, du kannst doch nicht so unhöflich sein.

00:07:19: Und dann sagt sie, bin ich nicht unhöfig!

00:07:22: Als ich dann in Föhr auf Urlaub war und dort ein Semmel bestellt hab auf die österreichische Art, hat der Bäcker zu mir gesagt... Warst jetzt eigentlich, was du willst.

00:07:34: Und das ist so spannend!

00:07:37: Dass sehr viel auch an der Sprache liegt.

00:07:40: und der Humor ist ja auch ein Sprachwitz und es ist ja ein Grund warum wir uns gris Skripten vorher beniebelst lernen Weil wenn wir dieses Skripten sehr gut kennen, dann sind wir auf der Bühne wortsicher.

00:07:58: Und dann können wir auch improvisieren und durch dieses Improvisieren entsteht oft ein Witz den man vorab gar nicht ausgemacht haben aber der vielleicht ein Konter ist auf etwas was Martin zu uns gesagt hat weil er veräppelt uns ja die ganze Zeit.

00:08:17: Das ist das.

00:08:17: je öfter wir dann diese Nummer spielen, desto öfter entstehen dann Witze wo wir merken.

00:08:24: Wir hätten es vielleicht gar nicht als Witz gedacht oder als humoristischer Einlage aber das Publikum spricht darauf an und das ist das Interessante.

00:08:34: Vielleicht noch mal ein Schritt zurück.

00:08:36: jetzt ihre Rolle als Professor, als Wissenschaftler.

00:08:39: inwiefern profitiert die eigentlich davon?

00:08:43: Also ich meine das macht bestimmt Spaß!

00:08:44: Es ist toll wenn das Publikum zufrieden ist, sich freut.

00:08:49: Aber es geht Ihnen ja um noch was anderes?

00:08:51: Es geht Ihnen auch ein Stück weit darum Wissenschaft anders zu vermitteln.

00:08:57: Wie funktioniert das oder funktioniert das überhaupt?

00:09:00: Ist ja schön wenn das Publikum sich freute und bleibt etwas hängen.

00:09:03: Oder vielleicht direkt nachgehakt.

00:09:06: Das Publikums lacht.

00:09:07: aber das Publikum höher ist ja ganz anderes als das was zum Beispiel im Fernsehen zuschaut oder was im Saal dabei ist.

00:09:13: also profitieren die Studierenden Profitieren die Kolleginnen und Kollegen von ihnen, wenn sie in Ersitzungen besonders lustig etwas machen.

00:09:20: Wer profitiert davon?

00:09:22: Das ist eine sehr interessante Frage weil wir definieren ja Wissenschaftskommunikation als einfache verständliche Vermittlung für eine breite Öffentlichkeit.

00:09:31: Das stimmt alles nicht.

00:09:33: Also es ist natürlich so als einfach und verständlich sein, aber eigentlich ist das ein Dialog oder eine Diskussion mit unterschiedlichen Zielgruppen.

00:09:42: Das heißt ich muss versuchen dass sich meine Sprache oder auch die Art wie ich kommunizieren die Zielgruppe anbaße.

00:09:49: jetzt wird natürlich am Abend im Theater die Ziel Gruppe eine andere sein.

00:09:55: also in den Lehrveranstaltungen bei der Veranstaltung ist es oft so dass sie zu mir kommen müssen nicht freiwillig gekommen, dafür ist es im Theater wieder so dass die Eintritts hallen müssen und da muss man das halt ein bisschen anpassen.

00:10:09: aber da sind wir dann wieder bei dem Punkt mit Emotionen.

00:10:14: Mit dem ich mich ja auch als Person vorstellen muss und das ist ja ganz lustig bei den Science-Pasters auf der Bühne.

00:10:23: Wenn mich Martin Buntigam auf der Bühne vorstetzt, dann sagt er immer lieber Herr Jungwirt als wir sie von vor zehn Jahren auf der Straße aufgelesen haben.

00:10:32: Waren Sie völlig verwahrlos?

00:10:35: Wer war ein Assorts-Prof?

00:10:37: Das heißt ohne Karriere und keine Zukunft.

00:10:39: jetzt endlich Dank des Seilensbusters sind die Professor für Wissenschaftskommunikation Und ich gehe am Sonntag immer mit meinem Hund auf den Schlossberg.

00:10:48: Das ist der Hausberg und da habe ich dann eine ältere Dame, die war schon über siebzig getroffen, der zu mir gesagt hat, Herr Jungwirt warum lassen Sie sich das immer gefallen?

00:10:59: Der ist so gemein zu Ihnen!

00:11:01: Dann habe ich gesagt es ist das Beste was mir passieren kann weil ... Wenn er mich nicht auf ein Podest hebt, das ist ja oft so bei Bodiumsdiskussionern dass die Vorstellung der vortragenden länger ist als die eigentliche BodiumsDiskussionen.

00:11:15: Wenn er sich nicht auf einen Podest hebt dann kommuniziere ich auf Augenhöhe und die sympathischte Art, einen Wissenschaftler oder eine Wissenschaftlerin vorzustellen oder zu präsentieren ist ja mit all den Schwächen- und Befindlichkeiten, die diese Person hat.

00:11:32: Und deshalb sollte man auf der Bühne oder beim Vortrag auch nicht eitel sein!

00:11:36: Sie haben das Protest jetzt gerade erwähnt, man kann ja auch vom Elfenweinturm sprechen.

00:11:40: Ist die Wissenschaftskommunikation der Humor eine Wissenschaftskomunikationsschutz aus dem Elfenwaltturm heraus?

00:11:46: Dass sie quasi herunterpotzen und auf einmal auf einer Ebene mit dem gemeinen Volk sind?

00:11:51: Ja, gemeine Volke ist das Gemein, wenn Sie das so sagen!

00:11:56: Ich sage, unterschiedliche Zielgruppe... ich würde den humorestrojanischen Pferd Bezeichnen.

00:12:05: Ich kann in den Humor sehr viel Wissenschaft und Forschung verpacken, man muss ja vorstellen wir haben oft Tage die sind acht Stunden zehn Stunden zwölf Stunden.

00:12:17: dann habe ich am Abend keine Lust dass sie dann noch einen hochwissenschaftlichen Vortrag anhören wo ich mir mein Hirn zermatern muss.

00:12:26: Aber es ist manchmal ganz angenehm, ins Theater zu gehen.

00:12:30: Sich dort mit Humor unterhalten zu lassen und dann gehe ich raus und denke mir, ah!

00:12:36: Ich habe da auch noch was gelernt und uns geht's nicht darum dass wir sagen okay wir machen jetzt irgendwen Gebilde da oder schlauer sondern uns gehts darum das Leute rausgehen und sagen ich hab mich amüsiert, ich habe mich unterhalten und ich habe etwas dazugelernt, was ich vielleicht vorher nicht gewusst habe.

00:12:56: Ich würde gerne noch mal da einhaken, wo Ihnen die ältere Dame begegnet ist und gesagt hat oh warum sind sie so gemeint?

00:13:02: Warum ist das so?

00:13:04: Es ist ja tatsächlich auch so dass in der Forschung zu Humor in der Wissenschaftskommunikation einerseits klar ist.

00:13:10: Humor kann Vertrauen und Engagement fördern aber es gibt auch Hinweise, dass unpassender oder zu harter oder aggressiver Humor Glaubwürdigkeit beschädigen kann.

00:13:21: also vielleicht ist ja was auch dran an dem was Sie sagt dass da vielleicht auch zu hart mit dem Wissenschaftler umgegangen wird und das eventuell kontraproduktiv ist, weil dann die Wissenschaft beschädigt wird?

00:13:35: Na ja.

00:13:36: Da kommt es wieder auf die Zielgruppe an.

00:13:39: Es kommt darauf an wie ich das jetzt sehe.

00:13:41: Jetzt ist natürlich die Art, wie wir Humor betreiben eine überspitzte Form.

00:13:47: Das ist eine Gratwanderung.

00:13:49: Das können wir deshalb ... Das macht Martin Buntigam in seinem Rosartrikot, wenn ich ja jetzt zum Beispiel in der Aula da ohne Graz so einen Vortrag halte.

00:13:58: Obwohl wir treten mit den Science-Pasters ein bei den ORF Aufnahmen auf.

00:14:03: Aber wenn ich das jetzt machen würde dann wäre es sicherlich grenzwertig.

00:14:08: D.h.,

00:14:09: ich muss natürlich für mich schon aufpassen wie weit ich das ausreize.

00:14:16: Da gibt's auch ganz ein lustiges Beispiel weil Wir haben eine Nummer, da geht es um Bierschiss.

00:14:26: Und da haben wir auch eine ORF-Nummer und ich habe das jetzt auf einen Ausschnitt aus dieser Nummer jetzt auf Instagram gebostet und dieses Video ist abgegangen also... Aber

00:14:39: was passiert da jetzt?

00:14:40: Also Bierschuss kann man sich ungefähr... Vorstellen, wenn man relativ viel Alkohol konsumiert.

00:14:45: Wir

00:14:46: wollen jetzt keine Details haben.

00:14:48: Das hätte ja sprachliche Barrieren geben können.

00:14:51: das haben wir jetzt geklärt.

00:14:51: aber was passiert denn dann genau?

00:14:53: Also da ist jetzt die Mikrobiologie wieder gefragt und zwar ist der Martin Buntiger an mich herangetreten und hat gesagt jetzt bist du Mikrobiologe könnte man nicht eine ORF-Nummer darüber machen.

00:15:06: Und man findet ja nix über Bierschis, warum das so übel riecht.

00:15:11: und ich habe dann Kollegen besucht, Gastroenterologen und ich hab einen Freund der sich eben mit dem Darm beschäftigt oder super wissenschaftler ist und er hat gesagt Schauen wir mal nach.

00:15:24: Und dann haben wir recherchiert, das hat wirklich sehr lange gedauert und im Grunde genommen ist es eigentlich ganz einfach denn in Bier haben wir sehr viele schwervertauliche Kohlenhydratetie durch den Tündamen nicht resorbiert werden sondern die einfach in den Diktam weitergeleitet werden und dort wären sie vom Mikrobiom von dem Darmpark deren abgebaut.

00:15:45: und das führt dazu dass wir eben übel riechende Gase haben Und das in Kombination mit dem Alkohol führt eben zu diesem Bier-Schiss.

00:15:57: Das ist auch das Lustige an dieser Nummer, dass einige sagen also da bist du zu weit gegangen und ich sage na eigentlich nicht weil es ja ein Phänomen gibt und ihr habt es mikrobiologisch betrachtet und die Witze hat ja Martin Buntigam drüber gemacht.

00:16:17: Wie gesagt, auf Instagram ist das Video abgegangen.

00:16:22: Ich habe noch nie so viele Views gehabt.

00:16:23: Ich glaube, ich habe zweihundertfünfzigtausendmal angeschaut und sechzehntausendmal geteilt.

00:16:30: Das schaffe ich mit keinem anderen Video.

00:16:33: Weil es halt voll gloristisch ist!

00:16:35: Und da... Das ist natürlich auch eine Gratwanderung bei einigen von den Kollegen und Kollegen sagen jetzt, da bist du zu weit gegangen.

00:16:44: Ich setze vielleicht diesen Grad ein bisschen höher und sage, nein.

00:16:47: Weil ich habe mir nicht darüber lustig gemacht, ob das nur wissenschaftlich

00:16:50: erklärt.".

00:16:51: Jetzt kann man sagen okay bei dem Thema Vibirisches ist relativ harmlos ja.

00:16:57: jetzt gibt es aber auch Themen die sind gesellschaftliche Umstrittenheit, die sind problematischer.

00:17:03: Nehmen wir das Thema Tierversuche meinetwegen.

00:17:07: Klima Spannungen

00:17:10: Klimawandel, wir können auch über Pandemie sprechen.

00:17:13: Wir können über KI sprechen was auch immer.

00:17:17: Da gibt es dann vielleicht auch Bereiche die sind vermient da wie gehen sie mit denen um?

00:17:22: Das ist natürlich sehr schwierig!

00:17:24: Es ist so dass wir uns natürlich auch diesen Bereich stellen aber dem muss man heute ein bisschen anders angehen.

00:17:31: Wir haben zum Beispiel einen Thema gehabt wo es um Crudäne Unverträglichkeit geht und diese Nummer heißt, oder wir haben sie genannt ist der Leib Christi glutenfrei.

00:17:43: Und da geht es darum.

00:17:46: die Geschichte ist das wie wir auf Tour waren der Martin und ich immer beim Beweg standen sind und wir sind beide siebenundfünfzig und immer sehr höflich und lassen dann andere vor.

00:17:57: und dann ist uns ganz oft passiert dass die gesagt haben na danke Wir wollen gar nicht sein, weil wir haben eine Glutenunverträglichkeit.

00:18:04: Und dann hat Martin gesagt okay darüber machen wir jetzt eine Nummer.

00:18:08: und dann haben er gesagt wie weit kann man gehen?

00:18:13: Dann haben wir gesagt okay jetzt brauchen wir ein Titel der passt und der Martin startet die Nummer quasi so.

00:18:19: Bestehen Sie sich jetzt vor sie gehen am Sonntag in die Kirche bekommen die Hostie und sie haben bei einer Gluten-Unverträgigkeit.

00:18:28: besteht da die Chance dass sie dann tot umfallen?

00:18:30: Das ist seine Frage.

00:18:32: Jetzt ist es natürlich schon sehr grenzwertig, aber wir haben das dann eben so aufbereitet, dass ich gesagt habe okay muss das aus drei unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten.

00:18:44: Aus der Sicht der Liturgie.

00:18:46: da geht's um gültige Materie und Weizen und warum Weizen für die Hostie verwendet worden sind.

00:18:53: Dann gehts aus rechts wissenschaftlicher Sicht darum Wann ist was glutenfrei, dann aus medizinischer Sicht?

00:19:01: Wer hat überhaupt eine Glutenunverträglichkeit?

00:19:04: und dann aus mikrobiologischer Sicht.

00:19:07: Was ist das überhaupt?

00:19:09: Und so versuchen wir es dann zu umschiffen.

00:19:15: aber ich gebe Ihnen vollkommen recht Es gibt Themen Da muss man mit dem Humor aufpassen und das kann ich nicht einfach so eins zu eins ansetzen oder einsetzen, sondern die braucht ein bisschen Fingerspitzengefühl.

00:19:30: Ist es jetzt gemein, wenn man sagt die Person Helmut Jungwirt kennt keinen Charme?

00:19:36: Überschreibt doch mal gerne Grenzen.

00:19:38: Verletzt auch gerne religiose Gefühle und hat aber trotzdem über allem so ein bisschen den Schutzmann für der Wissenschaft.

00:19:44: Ich meine letztendlich was sie da machen.

00:19:46: das kann ja zum Beispiel bei gläubigen Menschen eine starke Reaktanz hervorrufen.

00:19:50: Aber Sie machen's einfach!

00:19:53: Ja muss ich zugeben dass es schon ein bisserl ein Polarisieren ist Aber ich glaube, dass wir in der Wissenschaftskommunikation sehr lang zu ruhig gewesen sind und die habe das einmal gesagt.

00:20:09: Dass wir in den Wissenschaftskomunikationslauter sein müssen.

00:20:12: und dann hat mir ein Vizirektor einer österreichischen Universität gesagt, in der Ruhe liegt die Kraft!

00:20:20: Und dann hab' ich gesagt ja aber da wär mal gegen Verschwörungstheoretika und Verschwörungsteoretika nix reißen.

00:20:28: Es ist sehr schwierig, aber ich verstecke mich natürlich hinter den Sciencebusters und ich würde mal sagen jemand der jetzt nicht bei den Science-Busters ist hat es viel viel schwerer so eine Gradwanderung zu vollziehen.

00:20:42: Gehe mir einen vollkommen recht!

00:20:44: Eine Nachfrage?

00:20:46: Sie haben gerade darüber gesprochen, wir müssen lauter werden.

00:20:49: Die Wissenschaft muss auch lauter sein.

00:20:50: Aber wo beginnt dann der Erfolg?

00:20:53: Wenn die Leute lachen mag das auf der Bühne ein Erfolg sein aber als Wissenschaftskommunikator, als Forscher wollen sie ja vielleicht auch dass die Menschen sich anders mit Themen befassen, als sie es vorher gemacht haben.

00:21:03: und wie schaffen sie es da diesen Erfolg herzustellen?

00:21:07: Also ich sehe so Ich sehr lange versucht habe, über Veranstaltungsformate und über Projekte sehr viel Wissenschaftskommunikation zu machen um viel zu erreichen.

00:21:24: Aber das hat sich in letzter Zeit so ein bisschen geändert weil ich glaube dass wir viel mehr an den Multiplikatoren und Multipliktorinnen arbeiten müssen.

00:21:33: Das heißt was ich jetzt versuche ist dass wir unseren Fokus mehr auf trainieren, auf das Coach und auf die Weiterbildung bilden von Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen setzen.

00:21:48: Und vor allem auch Studierende.

00:21:51: Was ich jetzt versuche... Ich habe meine Lehrveranstaltungen eigentlich drastisch geändert.

00:21:56: Und zwar in dem dass ich viel praxisorientierter bin, viel kreativer.

00:22:03: Das heißt, ich hab zum Beispiel ein Buch vom Thomas Brudermann, er ist ein Kollege der über die Klimawandel ausrehen gesprochen hat.

00:22:13: und in einer Lehrveranstaltung müssen sie sich, müssen sich die Studierenden eine dieser Fragen aussuchen.

00:22:21: Und dann auf der Bühne präsentieren.

00:22:24: Sie dürfen aber alles machen!

00:22:25: Sie dürfen singen, sie dürfen ein Gedicht vortragen, sie durften die Weltklimakonferenz nachstellen... echt lustig, wie viel Humor die Studierenden haben.

00:22:40: Wie kreativ sie sind.

00:22:41: wenn man es einfach nur lasst und ich habe sehr viele die nachher sagen so hab ich die Wissenschaft oder die Wissenschaftskommunikation noch nie gesehen.

00:22:51: also dieses eng anlegen der Zügel das mache ich gar nicht mehr.

00:22:57: Die Erwartungen an Wissenschaftskommunikation sind ja wahnsinnig hoch zur Zeit.

00:23:01: Rechtspopulismus, Demokratie, Skepsis, Wissenschaftsfeindlichkeit und dann heißt es immer wir müssen jetzt mehr kommunizieren aus der Wissenschaft heraus.

00:23:11: ist ihnen da wohl mit diesen Erwartung das kann ja auch ganz schön ins Auge gehen am Ende.

00:23:19: Naja mir ist insofern sehr wohl dass natürlich die Awareness da ist.

00:23:24: aber Wir lassen vor allem die jungen Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen da quasi ins kalte Wasser springen, weil wir sagen sie sollen was machen.

00:23:34: Sie sollen Wissenschaftskommunikation betreiben.

00:23:36: Sie soll Wissenschaftsvermittlungen machen.

00:23:39: Die haben aber oft nur einjährige Verträge wo sie nicht daran gemessen werden wie viel Vorträge in der Wissenschaftskomunikations gemacht haben wie tätig Sie in der Wissenschaftskommunikation sind, sondern Sie werden daran gemessen.

00:23:57: Wie viele Lehre Sie gemacht haben?

00:23:59: Wie viele Publikationen?

00:24:01: Und das finde ich ein bisschen ungerecht und ich glaube dass es ganz wichtig wäre, dass so ein Umdenkprozess ist, dass wir überlegen, wie können wir Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern belohnen dafür, dass sie sich in der Wissenschaftskommunikation engagieren?

00:24:16: und auf der anderen Seite müssen wir gleichzeitig mit der Etablierung dieses Belohnungssystems auch interne Strukturen schaffen.

00:24:25: Das heißt zum Beispiel Verträge wo Wissenschaftskombination ganz klar verankert ist oder Bereitstellung von Ressourcen für die Wissenschaftskomunikations- oder Workshops Weiterbildungen.

00:24:41: Also ich glaube, das muss Hand in Hand gehen.

00:24:43: Aber ich glaube dass wir mehr machen müssen aber wir müssen auch im Gebiet besser ausgebildet sein.

00:24:51: Natürlich ein dickes Brett.

00:24:52: sowohl in Österreich als auch in Deutschland wird dem Augenblick in der Wissenschaft gespart.

00:24:56: es wird nicht ausgebaut Es wird eher geguckt was fällt weg und da ist ja schon die Gefahr.

00:25:02: das dann immer heißt Ja Wir haben dann die Debatte über den harten Kern der Wissenschaft Und man muss sich doch auf das beschränken Was wirklich wichtig ist und plötzlich fallen dann so Dinge wie Wissenschaftskommunikation vielleicht eher schon wieder runter.

00:25:15: Oder wir brauchen einen neuen Humorbeauftragten, weil wir haben ja ein starkes Beauftragtewesen an den Universitäten auch ist.

00:25:20: Vielleicht ist das mal in Ansatz zu sagen, dass muss sogar staatlich verankert werden um noch mehr Skepsis abzubauen?

00:25:26: Wenn es jetzt echt mit einem Humor beauftragt wird, dann seid man bitte an der TU

00:25:29: Darmstadt

00:25:29: die ersten.

00:25:30: Hat sich das möcht ich sehen!

00:25:32: Also mir leuchtet vieles ein was wir dort machen.

00:25:35: also ich muss ganz ehrlich sagen dieses Thema Verbindung herzustellen.

00:25:39: Also in Graz ist es die siebte Fakultät, ja?

00:25:41: Die wirklich versucht letztendlich da Wissenschaftlerinnen auch zu ermutigen solche Dinge zu machen und eben auch das Leben zu verbessern von einem.

00:25:48: Warum denn ich den Humor beauftrage?

00:25:50: Aber

00:25:51: dass

00:25:51: wir ein Jung wird mal antworten, ob er überhaupt sieht, dass im Augenblick es vorwärts geht oder nicht doch eher rückwärzt gerade!

00:25:57: Ja

00:25:57: Also zum Humor beauftragten, ich wüsste da wenn Martin Buntigam eignet sich hervorragend.

00:26:02: Er hat auch einen rosa Anzug.

00:26:05: also wenn er seriös sein muss ist das nicht nur des Hautengeläufer.

00:26:10: Ich sehe das so ein bisschen ambivalent.

00:26:12: auf der einen Seite tut sich was, weil in den ganzen Ziel- und Leistungsvereinbarungen des Ministeriums mit den Universitäten steht ja die Wissenschaftskommunikation ganz weit oben.

00:26:22: Auf der anderen Seite wird bei den Universiteten natürlich gespart, bei der Bildung gespart.

00:26:27: jetzt dann zu sagen okay es wird in der Forschung gesparrt aber in der Wissenschaftskomunikations müssen wir noch mehr Geld reinstecken ist ein bisschen schwierig.

00:26:38: politische Situation, die wir haben in ganz Europa oder nicht nur in Europa auf der ganzen Welt natürlich extrem prekär.

00:26:48: Es ist sehr schwierig.

00:26:49: also ich habe einmal gesagt bei der ersten Wahl von Trump, die für mich extrem schockierend war, hab ich gesagt eigentlich war die für meine Professur super weil plötzlich sind die Leute drauf gekommen Wir müssen was machen!

00:27:09: Wir müssen vielleicht auch als Wissenschaftler oder Wissenschaftlerinnen politisch aktiv sein, indem wir uns zum Beispiel ganz klar für den Klimaschutz positionieren auf die Straße gehen und sagen da müssen wir was machen.

00:27:25: Es ist sehr schwierig.

00:27:27: Es geht wieder nix.

00:27:34: Aber ich bin nicht frustriert, weil ich habe sehr viele Studierende oder sehr viele junge Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen die einen intrinsischen Reiz haben da was zu machen.

00:27:44: Und diese aktiv sind, die kreativ sind, Jetzt ist es auch so, ich bin siebenundfünfzig.

00:27:51: Das heißt meine Art zu kommunizieren ist oft sehr old-fashioneds.

00:27:56: Ich merke das oft in den Lehrveranstaltungen und vielleicht sollten wir ein bisschen von den jungen Lernen auch wie Sie zum Beispiel auf Social Media agieren.

00:28:04: und während der Corona Zeit hat man gesehen dass sehr viele Accounts entstanden sind die sehr gute Arbeit gemacht haben abseits vom Algorithmus und all denen Accounts die komplett für nix sind.

00:28:18: In dem was Sie gerade sagen, steckt ja so ein bisschen die These drin.

00:28:22: Das mit der jungen Generation eigentlich eher etwas Positives verbundenes.

00:28:27: oft ist es ja so wie auch alles wird schlimmer.

00:28:29: Was ich mich wirklich frage wenn wir über Wissenschaftskommunikation sprechen oder Humor haben junge Wissenschaftlerinnen vielleicht sogar ein bisschen mehr humor nehmen sie sich nicht mehr ganz zu ernst als wissenschaftler innen wie vielleicht die gestandenen Persönlichkeiten und dass die mehr Hang haben zur Kommunikation nach außen, würde ich jetzt mal als gegeben hinsehen.

00:28:52: Oder sind die vielleicht wenn die dann so alt sind wie wir wieder genauso?

00:28:56: Wie die alten gestandenen Persönlichkeiten?

00:28:59: also das hoffe nicht aber ich gebe ihnen vollkommen recht es ist eine andere Art sich zu präsentieren.

00:29:07: Wenn ich jetzt bei den Lehrveranstaltungen schaue, wie kreativ die Teilweise sind.

00:29:12: Die Lauchen über sich selber, die veräppeln sich selber.

00:29:16: Die sind extrem mutig!

00:29:18: Wenn ich zum Beispiel zu einem gestandenen Professor oder zu einer Professorin gehe und sage bitte macht es das gleiche dann... Aber das hat vielleicht auch so ein bisschen mit Reputation zu tun und die Angst diese Reputationen zu verlieren.

00:29:36: Und es gibt ja einen schönen Begriff, das ist ja die Tyranei von Taylor DeVit, der Seriosität dass Wissenschaft nur dann ernst genommen werden kann wenn sie auch ernst kommuniziert wird.

00:29:51: aber das ist de facto nicht so.

00:29:54: Die jungen Menschen haben natürlich auch einen entscheidenden Vorteil, dass wenn ich jetzt zum Beispiel eine Professur habe und mit einem gewissen Kreis immer kommuniziere ob das jetzt ein Senat ist oder ein Unirat der eine ganz andere Zielgruppe ist als bei den Studierenden die eigenen Studierende dann hab ja viel mehr Möglichkeiten.

00:30:19: Und die brauchen nicht so für Angst zu haben dass sie mir vielleicht irgendwie auf Blutteile auf Klaut als Begeb und vielleicht meine Reputation, das war ein bisschen angratz.

00:30:28: Ich habe jetzt wieder den Vorteil, ich gehe ja in acht Jahren schon in Pensionen.

00:30:32: Das heißt, ich kann diese acht Jahre noch mutig sein!

00:30:35: Ich hoffe mir passiert da nichts

00:30:37: mehr.".

00:30:37: Moment kurze Nachfrage an Österreich geht man mit sixty-fünf noch eine Pension her, Jungwürtt?

00:30:42: Das kann nur ein Witz sein.

00:30:44: Felix

00:30:44: Austria!

00:30:46: Wie ist

00:30:48: das?

00:30:48: Aber wenn wir schon bei lustigen Themen sind, dann machen wir doch zum Schluss nochmal was ganz Lustiges.

00:30:53: Wir kommen mal zu unserem Bildungs-Fun Fact den wir an dieser Stelle immer haben natürlich jetzt mit einem gewissen Risiko denn wenn man bei Helmut Jung wird über Humor sprich muss der Fun Fact auch wirklich... funktionieren.

00:31:04: Deswegen geben wir direkt dem Funfact an.

00:31:06: Sie, Herr Jungwirt?

00:31:08: Was haben sie uns zu präsentieren, wo Sie sagen das ist doch mal ein Funfact aus meinem Bereich?

00:31:14: Ich hätte... Karten Sie da oder ist es in einem durch?

00:31:18: Das ist in einem

00:31:19: Durch, wir katten nie!

00:31:20: Okay okay ich hätte jetzt... Auch die

00:31:22: Frage nach dem Karten ist nicht gekattet, Herr Junge.

00:31:25: Super weil mir ist jetzt ein anderer Funfact eingefallen, weil wir über Studierende gesprochen haben.

00:31:31: Also ich habe ja meinen Hund Woody, der ist mittlerweile dreizeieinhalb Jahre.

00:31:35: Mit meinem Woody gehe ich immer am Campus spazieren und ich arbeite oft sehr lang damit ich mit dem Woody noch eine Abschlussrunde am Campus gehen kann, dass er durchschlauft gut.

00:31:47: Und als ich zu den Sciencebusters gekommen bin ... sehr viele ORF-Aufzeichnungen, das heißt ich war medial sehr präsent.

00:31:55: Und dann bin ich wieder am Campus spazieren gewesen und unser Campus ist von Häusern eingeringt, wo natürlich sehr viel Studierende wohnen und ich bin dann so zu unserem ZNB also zum Zentrum für molekulare Wissenschaften gegangen und plötzlich sehe im zweiten Stock vom Balkon wie Studierenden ausrennen.

00:32:14: die haben gerade der Party gefeiert.

00:32:15: Schauts runter!

00:32:17: Da kommt es her, schaut's runter weil der Prost bin weitergegangen, da haben wir gedacht.

00:32:23: Jetzt haben sie mir erkannt aus dem Fernsehen und plötzlich ruft einer... Schaut's!

00:32:27: Da unten ist Davodi!

00:32:28: Davodi und alle raus.

00:32:30: Hallo, Vodi!

00:32:31: Und Davodi sei immer bei den ORF-Aufzeichnungen dabei Bewusst geworden, vielleicht muss ich mir ein bisschen weniger Ernst nehmen.

00:32:41: Die haben mich gar nicht erkannt sondern mein Hund.

00:32:43: Wunderbar!

00:32:44: Das zeigt in der Beliebtheitsskala sind Hunde also Tiere doch noch ein bisschen über Wissenschaftlern gesetzt was ja auch nicht dramatisch ist oder?

00:32:51: Nein

00:32:52: deswegen habe wir einen Hund.

00:32:55: Vielen Dank.

00:32:56: das war heute bei uns im Gipfel der Bildung Helmut Jungwirt Professor für Wissenschaftskommunikation in Graz und gleichzeitig Molekularbiologe, muss man ja manchmal sehr langsam aussprechen.

00:33:07: Schön dass Sie heute zu Gast waren!

00:33:09: Herzlichen Dank!

00:33:10: Vielen herzlichen Dank für die Endladung.

00:33:12: Ja, hat Spaß gemacht Herr Jungwirt und wir freuen uns wenn sie, wie Sie zugehört haben auch ihren Spaß dabei hatten.

00:33:19: Und bleiben Sie dabei?

00:33:20: Seien Sie wieder bei der nächsten Folge des Gipfels der Bildung.

00:33:24: Wenn Sie Kommentare haben, wenn Sie Hinweise haben wenn Sie Ihre Meinung sagen wollen tun Sie es unter dem Beitrag und ansonsten freuen wir uns auch über Hinweise, wir freuen uns über Ideen für weitere Gesprächspartner.

00:33:38: Bis dahin bis zum nächsten Gipfel der Bildung.

00:33:40: machen Sie es gut!

00:33:41: Einen schönen Sommer!

00:33:42: Tschüss!

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